Profis Freitag, 29.12.2017

Bornemann: "Gespannt, ob die Mannschaft das bestätigen kann"

Foto: Sportfoto Zink

Im zweiten Teil des Interviews mit fcn.de schaut Sportvorstand Andreas Bornemann auf das kommende Jahr und äußerst sich zu möglichen Kaderveränderungen.

fcn.de: Auf was freuen Sie sich im neuen Jahr?

Andreas Bornemann: Der Reiz im Fußball liegt doch darin, ob die Dinge, die man sich im Vorfeld überlegt hat, aufgehen oder nicht. Wenn man viele junge Spieler hat, finde ich es spannend zu beobachten, wo diese standen, als sie gekommen sind, wo sie jetzt stehen und wo sie in einem halben Jahr stehen könnten. Ich bin gespannt darauf, ob die Mannschaft das bestätigen kann, was sie in der Hinrunde angedeutet hat. Ich erwarte eine spannende Rückrunde ­und darauf freue ich mich.

fcn.de: Wir würden jetzt auch eine langweilige, erfolgreiche Rückrunde nehmen.

Andreas Bornemann: Ohne Frage. Allerdings ist das erstmal nicht zu erwarten.

fcn.de: Erwarten uns Veränderungen im Kader in der Winterpause?

Andreas Bornemann: Erfahrungsgemäß werden solche Fragen erst akut, wenn die Mannschaften wieder im Training stehen. Im Moment gehe ich davon aus, dass wir mit dem Kader in die Vorbereitung starten, der sich in den Urlaub verabschiedet hat. Alles andere wird sich dann zeigen. Klar ist: Die letzten ein bis zwei Jahre waren geprägt durch ein hartes Spar-Diktat. In diesem Winter stehen wir erstmals nicht in der Notwendigkeit, Spieler abgeben zu müssen.

fcn.de: Weil diese Saison die nominellen Schwergewichte fehlen, sprechen viele von einer großen Aufstiegschance für den Club.

Andreas Bornemann: Mir begegnet das immer wieder, dass die Menschen sagen, dass dies unsere große Chance sei. Das ist eine ausgeglichene Liga, also auch eine schwierige Liga. Außerdem heißt es nicht, dass sich Favoriten immer durchsetzen müssen. Sonst würde der 1.FC Nürnberg nicht seit dem Abstieg 2014 in der zweiten Liga spielen. Natürlich wachsen die Begehrlichkeiten mit jedem Spieltag, an dem wir beweisen, dass wir in dieser Liga konkurrenzfähig sind. Aber wir helfen niemandem, vor allem nicht der Mannschaft, wenn wir ab dem 3. Januar jeden Tag erzählen, dass wir so eine Chance nie mehr bekommen würden. So funktioniert das im Fußball nicht.

Hier geht's zum ersten Teil des Interviews