110 Jahre, 110 Momente: 1949
Hans Pöschls Abenteuer Zürich, Rückennummern und trübe Stimmung am Zabo: Das Jahr 1949.
Der "Vollstrecker" des Club, Hans Pöschl wechselt als erster Deutscher Spieler der Nachkriegsgeschichte ins Ausland, zu den Grashoppers Zürich. Zu diesem Zeitpunkt gehört der DFB allerdings noch nicht dem Weltverband FIFA an und der „blonde Hans“ darf zwar in der Schweiz leben wie ein König, bekommt aber keine Spielerlaubnis und darf nur Freundschaftsspiele bestreiten. Nach 6 Monaten beendet er das Abenteuer Zürich und kehrt zu seinem Club zurück.
Eine Neuerung, die sich in er Saison 1949/50 schnell durchsetzt, sind Ziffern auf der Rückseite der Trikots. In der ganzen Liga, außer in Nürnberg: Der 1. FCN weigert sich seine Elf mit Rückennummer auflaufen zu lassen.
Nicht nur bei den Rückennummern schlechte Verfassung
Im Frühjahr 1949 herrscht trübe Stimmung am Nürnberger Zabo. Die Vereinsführung versucht die schlechte Leistung der Mannschaft mit einem Trainerwechsel zu stoppen. Statt Seppl Schmidt, der in seiner Totoannahmestelle alle Hände voll zu tun hat, übernimmt Lori Polster die sportliche Leitung. Der erhoffte Leistungswandel bleibt aus, der Club kommt aus dem Formtief nicht heraus und erzielt das schlechteste Resultat seit Gründung der Oberliga. Mit nur 27 Punkten aus 30 Spielen landet Nürnberg auf Rang elf und schlittert knapp am Abstieg vorbei.
Auch die Saison 1949/50 zeigt einen völlig indisponierten 1.FC Nürnberg. Trotz der Rückkehr von Stürmer Pöschl geht es weiter bergab. Die SpVgg Fürth überrascht als Oberliga Neuling und befindet sich zum Jahresende an der Tabellenspitze, während der Club als drittletzter weiter den ehemaligen Erfolgen nachtrauern muss.




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