Fans Dienstag, 22.03.2016

1. FC Nürnberg stellte Flüchtlingsprojekt vor

Fotos: Jens Ballon

Der Club bietet in Zusammenarbeit mit dem Amateurverein SG Nürnberg-Fürth 1883 sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Fußballtrainingseinheiten für Flüchtlinge.

Der 1. FC Nürnberg stellte am Dienstag, 22.03.16, das Flüchtlingsprojekt „Willkommen im Fußball“ vor. Seit Dezember 2015 bietet der Club in Zusammenarbeit mit dem Amateurverein SG Nürnberg-Fürth 1883 e. V. sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung Fußballtrainingseinheiten für Flüchtlinge und damit die Möglichkeit der Integration von Spielerinnen und Spielern in bestehende Trainingsangebote. Die Aktivitäten der Nürnberger Vereine sind Teil des bundesweiten Programms „Willkommen im Fußball“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert von der Bundesliga-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

„Ziel ist es, jungen Geflüchteten den Zugang zu Sport und einen leichteren Einstieg in den organisierten Vereinsfußball zu ermöglichen. Fußball kann Ausgangspunkt für eine Kultur des Miteinanders sein und ein wenig Leichtigkeit in das Leben der Geflüchteten zurückbringen“, sagt Michael Meeske, Kaufmännischer Vorstand des 1. FC Nürnberg. 

Interessierte Asylsuchende sind jederzeit willkommen

„Fußball ermöglicht Begegnung und kann zu einer positiven Willkommenskultur beitragen“, sagt Kurt Gaugler, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung: „Das Nürnberger Bündnis zeigt eindrücklich, wie sich gesellschaftliches Engagement zielgerichtet zusammenführen lässt, um Chancen für Geflüchtete zu schaffen.“

Mit U16-Coach Michael Bischoff und U13-Trainer Fabian Adelmann leiten zwei Trainer des NachwuchsLeitungs-Zentrum des 1. FCN die jeweils dienstags und donnerstags auf der Vereinsanlage der SG Nürnberg-Fürth stattfindenden Trainingseinheiten. Anstoß ist immer um 15 Uhr. Interessierte Asylsuchende sind jederzeit willkommen.

Raphael Schäfer besuchte Trainingseinheit

Raphael Schäfer, Torhüter des 1. FC Nürnberg erklärt: „Unser Ergebnis vom Wochenende steht für die meisten Fans im Vordergrund, aber es ist auch wichtig, sich mit Themen außerhalb des Fußballplatzes zu beschäftigen. Für mich ist es selbstverständlich, bei einer Trainingseinheit vorbei zu schauen und damit den Flüchtlingen ein bisschen Ablenkung zu bescheren.“

Durch weitere Kooperation mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und kommunalen Akteuren sollen in den nächsten Jahren weitere positive Impulse in der Flüchtlingsarbeit angestoßen werden. Über das Fußballtraining hinaus sollen den jungen Geflüchteten weitere fußballkulturelle Aktivitäten und Begegnungsangebote, wie die Teilnahme an einem Fußball-Turnier am Sportpark Valznerweiher oder ein Stadionbesuch beim 1. FC Nürnberg ermöglicht werden.

"Fremdenfeindlichen Strömungen wird die Club-Familie immer entgegen treten"

„Die ersten Flüchtlinge sind bereits als Spieler in unseren Verein aufgenommen worden, zwei von ihnen geben ihr Fußballwissen bereits als Amateurtrainer weiter“, erzählt Thomas Bach, 1. Abteilungsleiter Fußball der SG Nürnberg-Fürth 1883 e. V. „Diese Entwicklungen freuen uns und bestärken uns darin, weiterhin unsere ganze Kraft in die Integration der Flüchtlinge zu stecken. Fremdenfeindlichen Strömungen wird die Club-Familie immer entgegen treten. Der Club ist ein Ort der Solidarität und Humanität“, sagt Michael Meeske.

 

Wegmarken des Engagements des 1. FCN für Flüchtlinge:

November 2014: Einladung von 3.500 Flüchtlingen zum Heimspiel gegen den FC St. Pauli
September 2015: Übergabe von Fußball- & Sportkleidung von Mitarbeitern, Mannschaft des 1. FCN und Spielern des NachwuchsLeistungsZentrum durch Michael Meeske und Hanno Behrens in einer Nürnberger Notunterkunft mit anschließendem Fußballtraining.
November 2015: Sammelaktion für „Willkommen im Fußball“ unter 1. FCN-Fans vor dem Grundig Stadion beim Heimspiel gegen Braunschweig
Dezember 2015: Start des Flüchtlingsprojekts des 1. FC Nürnberg, „Willkommen im Fußball“ mit Trainingsangeboten durch 1. FCN-Trainer bei der SG Nürnberg-Fürth und dem KSD Hajduk
Bei jedem Club-Heimspiel sind zudem Flüchtlinge zu Gast im Grundig Stadion.

„Willkommen im Fußball“ ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert von der Bundesliga-Stiftung und der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.