Dienstag, 16.04.2013

1. FC Nürnberg für lückenlose Aufklärung

1. FCN missbilligt Auseinandersetzungen in München. Großes Interesse an Aufklärung der Ursache.

Das Bundesligaspiel des 1. FC Nürnberg beim FC Bayern München wurde am Samstag, 13.04.13, durch Auseinandersetzungen im Vorfeld der Partie überschattet. Eine größere Gruppierung der Nürnberger Anhänger, die anlässlich des Derbys zu einer friedlichen Motto-Fahrt aufgerufen hatten, war auf dem Weg von der U-Bahn-Station Fröttmaning zur Allianz Arena bedauerlicherweise Teil der Auseinandersetzungen zwischen Fans des FC Bayern München, des 1. FC Nürnberg und der Polizei geworden.

„Der 1. FC Nürnberg, das betonen wir immer wieder, missbilligt jegliche Form von gewaltsamen Vorkommnissen zwischen Fußballanhängern und gegenüber der Polizei", erklärte Martin Bader, Vorstand für Sport & Öffentlichkeitsarbeit beim 1. FC Nürnberg, im Anschluss an die Partie des 29. Spieltages. „Gewalt, auch gegen Polizeibeamte, ist eine nicht hinnehmbare Strafhandlung, die aufgeklärt werden muss.“

Differenzierte Aufarbeitung des Auslösers gewünscht

„Wir wehren uns dagegen, alle Fans des 1. FC Nürnberg in einer verallgemeinernden und pauschalen Form in eine Gewaltecke zu stellen. Natürlich sind wir stolz darauf, wenn 5.000 oder 10.000 unserer Fans mit zu einem Auswärtsspiel reisen. Es kann nicht sein, dass sie und wir als Verein durch Einzeltäter in Misskredit und um unser positives Image gebracht werden."

„Wir sind sehr an einer differenzierten Aufarbeitung des Auslösers der Geschehnisse interessiert“, hob Martin Bader hervor. Die Ursachen der Eskalation auf Seiten einiger weniger Club-Fans, aber auch des Polizeieinsatzes, der ein Aufeinandertreffen zweier großer bekanntermaßen rivalisierender Fan-Gruppierungen nicht verhindern konnte, müsse hinterfragt werden, führte Martin Bader weiter aus. Hierzu biete der 1. FC Nürnberg der Münchner Polizei und dem Veranstalter ein Gespräch an.

Fan-Trennung Ursache?

Im Vorfeld der Partie in München hatten Fanbetreuer und Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Nürnberg in einer Sicherheitsbesprechung gegenüber Polizei und Veranstalter deutlich gemacht, dass eine strikte Trennung der beiden Fan-Lager vorzunehmen sei. „Weshalb die Fan-Trennung nicht in vollem Maße griff, entzieht sich unserer Kenntnis“, verdeutlichte Martin Bader.

Der 1. FCN hat – gemeinsam mit seinen Anhängern – in der Vergangenheit gezeigt, dass er für unvergessliche Momente sorgen kann. „Szenarien wie in München schaden dem Fußball und seiner überwiegend friedlichen Anhängerschaft“, sagte Martin Bader abschließend. Der 1. FC Nürnberg hat in Hinblick auf das Franken-Derby am Sonntag, 21.04.13, alle Vorkehrungen für ein sicheres Stadionerlebnis sowie friedliches und leidenschaftliches Fußballfest getroffen.