Montag, 09.03.2009

Ein verrücktes Unentschieden

0:1-Rückstand, 1:1-Ausgleich, 2:1-Führung, 2:2-Ausgleich, Ende in Duisburg

Isaac Boakye zum 1:1 (Bild: Thomas Langer)

Was für ein verrückter, für den Club am Ende bitterer Fußball-Abend: 2:2 hieß es am Ende zwischen dem MSV Duisburg und dem 1. FCN am Montag, 09.03.09. Nichts Zählbares in den ersten 45 Minuten – die zweite Halbzeit war dafür umso ereignisreicher.

Ein leichtes spielerisches Übergewicht und zwei Chancen verbuchte der 1. FC Nürnberg vor dem Wechsel für sich (38. Mike Frantz/ 45. Christian Eigler), beide Male waren die tief stehenden Duisburger einen Schritt vor den Nürnbergern am Ball und klärten die Kugel zur Ecke. Zwei größere personelle Veränderungen gab’s zum 0:0 gegen Mainz 05: Eigler war nach seiner Gelbsperre wieder in die Startelf von Michael Oenning zurückgekehrt. Marek Mintal musste vorerst auf der Bank Platz nehmen, kam aber letztlich in der 2. Halbzeit und absolvierte damit sein 150. Pflichtspiel für den Club.

Indirekter Freistoß zum 1:1

Kaum ein anderes Bild als in den ersten 45 Minuten bot sich den 15.054 Zuschauern nach dem Halbzeittee: Wenig bis keine Torabschlüsse auf beiden Seiten, zwei sich taktisch neutralisierende Mannschaften, bis die Uhr auf gut zwanzig Minuten nach dem Seitenwechsel getickt war. In diesem Moment knallte Christian Tiffert den Ball an den rechten Pfosten der Nürnberger und leitete die packende Schlussphase ein. Nur fünf Minuten später ging der MSV in Führung: Nach Flanke von links von Tiffert stand Cedrick Makiadi im Strafraum bereit und schoss ein zum 1:0.

In der 74. Minute markierte Isaac Boakye den 1:1-Ausgleich. Kuriose Situation: Nach einigem Gerangel im Fünfmeterraum entschied Schiedsrichter Gräfe auf indirekten Freistoß. Boakye ballerte den Ball mitten durch die auf der Torlinie aufgereihte Duisburger Mannschaft ins Tor. Der Ausgleich war der Auftakt zum Sturmlauf der Nürnberger auf das MSV-Tor.

Bunjaku: erster Treffer

Der eingewechselte Albert Bunjaku war es, der seinen Gegenspieler in der 89. Minute im Strafraum austanzte und das Leder mit Effet über den Torhüter spitzelte. Führung für den Club und das erste Tor für Neuzugang Bunjaku. Er hätte der Held des Abends werden können. Doch die Freude bei ihm und den gut 900 mitgereisten Club-Fans sollte nicht lange weilen: In der Nachspielzeit, keine vier Minuten später, traf Dorge Kouemaha zum 2:2-Endstand per Kopf nach einem langen Freistoß aus dem Mittelfeld.