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1. FC Nürnberg - Schiedsrichter

Obere Reihe stehend von links: Schiedsrichterobmann Robert Lehner, Robert Merker, Klaus-Dieter Friedrich, Klaus-Peter Rissbeck, Steffen Fassler, Norbert Fürther, Uwe Müller, Hakan Akanyildiz.

Untere Reihe sitzend von links: Markus Löser, Daniel Reisberger, Andreas Jacob, Max Bischoff, Martin Rehm, Daniel Hofmann, Richard Müller, Michael Schätzlein, Marco Sigmund, Eugen Esch.

Es fehlen: Dorsch, Gawlik, Mandak, Wagenlender und Weber.

Schiedsrichter beim 1. FC Nürnberg

Beim 1. FC Nürnberg sind insgesamt 25 Schiedsrichter Mitglied. Zwei Schiedsrichter können aus beruflichen oder gesundheitlichen Gründen nicht mehr pfeifen, aber die anderen 23 Kollegen sind jedes Wochenende im Einsatz. Zwölf Referees pfeifen in den unteren Klassen (Firmen, Jugend- und Reservemannschaften). Drei Referees sind in der A-Klasse im Einsatz, und Zwei in der Kreisklasse. Fünf Referees leiten Begegnungen in der Kreisliga, der höchsten Liga des Kreises Nürnberg / Frankenhöhe. Und ein Kollege darf sich heuer in der Bezirksliga seine Sporen verdienen.

Die qualifizierten Schiedsrichter sind außerdem als Schiedsrichter-Assistenten in den unterschiedlichsten Klassen (z.B. Landesliga, Bezirksliga und Kreisliga) tätig. Im Durchschnitt kommen auf einen Kreisliga-Schiedsrichter ca. 35 Begegnungen in der Saison. Besonders die Austauschspiele mit den angrenzenden Kreisen Erlangen / Forchheim / Jura / Amberg und Bamberg sind Highlights der Kollegen.

Wie werde ich Schiedsrichter?

Sie interessieren sich für die Ausbildung zum Schiedsrichter? Doch wie alt muss ich mindestens sein, wo kann ich mich anmelden und wie umfangreich ist die Ausbildung? Mit den nachfolgenden Stichpunkten werden Voraussetzungen, Ausbildung und weitere wichtige Fragen beantwortet.

Mindestalter: Die Schiedsrichter-Ordnung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) empfiehlt ein Mindestalter von 12 Jahren. In einzelnen Landesverbänden wird hiervon abgewichen. In Niedersachsen und Bayern zum Beispiel ist das Mindestalter 14 Jahre.

Weitere Voraussetzungen: Die Schiedsrichter-Bewerber müssen Mitglied in einem Fußballverein sein, Interesse am Fußball haben und die Einsatzbereitschaft mitbringen, jährlich mindestens 20 Spielleitungen zu übernehmen und an Weiterbildungsveranstaltungen an acht bis zwölf Tagen pro Jahr teilzunehmen.

Ausbildung: Je nach Landesverband 20 bis 50 Unterrichtsstunden im Zeitraum von drei bis zwölf Ausbildungstagen innerhalb von einer Woche bis sechs Wochen. Dabei Einführung in die Grundzüge der Fußballregeln.

Prüfung: Schriftliche (Beantwortung von Regelfragen) und auch körperliche Prüfung (zum Beispiel 1300-Meter-Lauf in sechs Minuten).

Einsätze: Nach Prüfung, je nach Alter im Junioren- und auch schon im Senioren-Bereich, beginnend in den Basisklassen. Hierbei erfolgt in der Anfangsphase möglichst Betreuung durch erfahrene Kollegen ("Paten").

Aufstieg: Bei Eignung können gegebenenfalls auf Kreis- und Bezirksebene zwei Klassen in einem Jahr übersprungen werden. Ab den Spielklassen der Landesverbände benötigt jeder Kandidat pro Spielklasse grundsätzlich ein Jahr. Bis in die Bundesliga sollen mindestens sechs bis acht Jahre veranschlagt werden. Die Eignung für die höhere Spielklasse wird durch Schiedsrichter-Beobachter festgestellt.

Erste Ansprechpartner: Über den Verein vor Ort, bei der örtlichen Schiedsrichter-Gruppe, bei den zuständigen Gremien der Kreise und Bezirke, beim zuständigen DFB-Landesverband vor Ort.

Interesse geweckt? Infos bei:

1. FC Nürnberg
Schiedsrichterobmann Robert Lehner
Valznerweiherstr. 200
90480 Nürnberg
Fax: +49 911 940 79 77
E-Mail: info@fcn.de

Ein Hobby fürs Leben

Woche für Woche sind 78.455 Unparteiische im DFB Gebiet im Einsatz. Die meisten Unparteiischen gehören dem Bayerischen Fußball-Verband (16.464) an, es folgen Niedersachsen (11.675), Hessen (6.916) und Württemberg (6.854). 60879 Schiedsrichter sind über 18 Jahre und 14.786 sind unter 18, darüber hinaus sind 2.790 weibliche Unparteiische. Neu ausgebildet wurden in Bayern 2009 1.498 und 2010 1.117 Schiedsrichter (Stand 01.01.2011)

Bei uns in Bayern sind lt. Statistik 4694 Vereine angemeldet was sich in 1.503.310 Mitglieder niederschlägt und was für uns Schiedsrichter wichtig ist 29.342 Mannschaften die eine vernünftige Spielleitung benötigen (Stand 30.06.2012)

Leitbilder für die Schiedsrichter, die jetzt nicht nur in schwarz, sondern auch in Blau, Orange, Gelb und Rot antreten dürfen, sind die zehn deutschen Unparteiischen (Jahrgang 1978-1981) und die weiteren zehn Schiedsrichterassistenten (Jahrgang 1968-1978) die auf der Liste des Fußball-Weltverbandes (FIFA) stehen und bei internationalen Spielen eingesetzt werden. Kaum ein anderes Land hat eine solch hohe Quote. Ein Beweis für die Qualität der DFB-Referees.

Das Schiedsrichteramt ist ein Ehrenamt. In Deutschland gibt es (noch) keine professionellen Schiedsrichter. Allerdings erhält man für seine Spielleitungen Spesen, die je nach Landesverband variieren. Für Spiele im unteren Amateurbereich liegen die Spesen unter 20 Euro. Selbst bei einem Landesligaspiel müssen sich der Schiedsrichter mit 34 Euro, die Assistenten mit etwa17 Euro begnügen (abhängig vom jeweiligen Landesverband). Über dieses Niveau kommen über 85 % der Schiedsrichter (ebenso wie über 90 % der Spieler) nicht hinaus.

Die Spitzen-Schiedsrichter Deutschlands avancieren zu Topverdienern und dürfen sich neben einer finanziellen Grundabsicherung auch über die Einführung technischer Hilfsmittel von der Saison 2013/2014 an freuen. Mit der Zahlung eines Fixgehalts von mindestens 15 000 und maximal 40 000 Euro will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Rahmenbedingungen für die Referees professionalisieren. "Profi-Schiedsrichter wird es aber auch künftig nicht geben", stellte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach klar.

Neben dem Grundgehalt und den Spielhonoraren, die in der Bundesliga unverändert 3800 Euro und in der 2. Liga 2000 Euro betragen, erhalten die Unparteiischen ab sofort auch eine bessere medizinische Betreuung. Künftig steht ihnen bei jedem Spiel ein Physiotherapeut zur Verfügung.

Die fünf Fifa-Schiedsrichter der Eliteklasse - Wolfgang Stark, Florian Meyer, Felix Brych, Manuel Gräfe und Deniz Aytekin - kassieren von dieser Saison an die Maximalsumme von 40 000 Euro. Die anderen Fifa-Referees und die Schiedsrichter der Bundesliga mit mehr als fünf Jahren Erfahrung bekommen 30 000 Euro. Alle anderen Unparteiischen in der Bundesliga erhalten 20 000 Euro. In der 2.Liga werden 15 000 Euro gezahlt, dieselbe Summe erhalten die Fifa-Assistenten. Die Einnahme der Bundesliga-Assistenten beläuft sich auf 10 000 Euro, in der 2. Bundesliga gibt es 2500 Euro.

Für einen Schiedsrichter der Bundesliga kommt es dabei aber zu einem sehr hohen Aufwand: Für ein Spiel an einem Samstag muss er freitags anreisen und kommt erst spätabends am Samstag oder sogar erst sonntags zurück. Die Fahrtkosten, sowie Hotel- und die Verpflegungskosten werden vom DFB erstattet. Zum Zeitaufwand der Schiedsrichter kommen mehrere mehrtägige Lehrgänge des DFB und seines Verbandes pro Monat. Zudem bekommt er einen täglichen Trainingsplan, der auch überprüft wird.

Seit der WM 2006 wird ein neuer Leistungstest, der sogenannte Helsen-Test durchgeführt (abgeleitet vom UEFA-Fitnessexperten Werner Helsen). Zunächst werden 6 Sprints à 40 Meter in jeweils höchstens 6,4 Sekunden absolviert. Anschließend werden im Intervall 150 Meter in maximal 30 Sekunden gelaufen. Zwischen jedem dieser Sprints geht der Schiedsrichter jeweils 50 Meter in genau 35 Sekunden (Assistenten in 40 Sekunden). Insgesamt muss diese Intervall-Serie 20 mal wiederholt werden. Einige Landesverbände haben diesen Test mittlerweile übernommen.

Ab der 3.Liga sowie der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals wird ein Schiedsrichter in jedem Spiel beobachtet und benotet. Auf Grund des Schiedsrichter-Skandals 2005 wird dies in Zukunft auch in der ersten Pokal-Hauptrunde der Fall sein. Außerdem werden schon seit eh und je alle Schiedsrichter regelmäßig und im Normalfall mehrfach pro Saison beobachtet, somit ihre Spielleitungen überprüft. Man spricht davon, dass ein Schiedsrichter, der mit 25 Jahren noch nicht Regionalliga pfeift, keine realistische Chance mehr hat, nach ganz oben zu kommen.

(Quelle: dfb.de)