Die Präsidenten des 1.FC Nürnberg

Es waren 29 in 110 Jahren. Sie waren Sportler und Idealisten, Rechtsanwälte und Lehrer und zuletzt fast stets Großunternehmer. Lange Zeit hießen sie "Erster Vorsitzender", dann nannten sie sich "Vereinsführer" und heute spricht man nur noch von den "Präsidenten".

  • 1900-1904 Christoph Heinz        
  • 1904-1910 Ferdinand Küspert
  • 1910-1912 Christoph Heinz
  • 1912-1914 Leopold Neuburger
  • 1915-1917 Ferdinand Küspert
  • 1917-1919 Konrad Gerstacker
  • 1919-1921 Leopold Neuburger
  • 1921-1923 Ludwig Bäumler
  • 1923 Eduard Kartini
  • 1923-1925 Max Oberst
  • 1926-1930 Hans Schregle
  • 1930-1935 Ludwig Franz
  • 1935-1945 Karl Müller
  • 1945-1946 Hans Hofmann
  • 1946-1947 Hans Schregle
  • 1947-1948 Hans Hofmann
  • 1948-1963 Ludwig Franz
  • 1963-1964 Karl Müller
  • 1964-1971 Walter Luther
  • 1971-1977 Hans Ehrt
  • 1977-1978 Lothar Schmechtig
  • 1978-1979 Waldemar Zeitelhack
  • 1979-1983 Michael A. Roth
  • 1983-1991 Gerd Schmelzer
  • 1991-1992 Sven Oberhof
  • 1992-1994 Gerhard Voack
  • 1994 Georg Haas
  • 1994-2009 Michael A. Roth
  • 2009-2010 Franz Schäfer

Sie versuchten meist mit Erfolg das Club-Schiff durch all die Untiefen der Geschichte hindurch zu lotsen, ließen sich feiern und wurden gefeiert. Manchmal aber auch machten sie sich zum öffentlichen Gespött, wurden mit Schimpf und Schande davongejagt oder wurden Ziele versuchter Mordanschläge - ein Spiegelbild eben der bewegten Geschichte des Traditionsvereins, der so viele Höhen und Tiefen erlebt hat.

Idealisten und Sportler

Den Anfang machte 1900 ein hervorragender Sportler und glühender Idealist: Christoph Heinz. Er war einer der Gymnasiasten, die mit wachsender Begeisterung um 1890 herum auf der Deutschherrnwiese und der Peterheide mit Schulkameraden ein dem englischen Rugby ähnelnder Ballsport betrieben.

Anfang 1900, als Heinz das Gymnasium längst verlassen hatte, erinnerte er sich seiner Leidenschaft wieder, setzte sich hin und schrieb Einladungskärtchen an seine damaligen Mitstreiter. Heraus kam bei jenem Treffen am 4. Mai in der Gaststätte "Burenhütte" die Gründung des 1. FCN. Die 18 Männer der ersten Stunde wählten Heinz zu ihrem Vorsitzenden.

Der Mann, der als Rugbyspieler ebenso wie als Skifahrer und Reckturner zu überzeugen wusste und in seiner Freizeit auf die Jagd ging, entsprang einer sportbegeisterten Familie. Bruder August galt lange Jahre als Deutschlands bester Kunstradfahrer und Bruder Wilhelm war ebenfalls Mitbegründer des Club, ein ebenso guter Fußballer wie Leichtathlet. Später zeichnete er als Architekt für den Bau des ersten Club-Hauses verantwortlich.

Christoph Heinz war Vorsitzender, Schriftführer und Kassier in einer Person und damit maßgeblich an der entscheidenden Weichenstellung des Club beteiligt: Er steuerte den Verein weg vom Rugby und hin zum Fußball und er machte sich auf Sponsorensuche, als es den Namen Sponsor noch gar nicht gab.

Die Texte und Bilder stammen (z.T.) mit freundlicher Genehmigung aus dem Buch "Der Club - 100 Jahre Fußball", erschienen im Verlag W. Tümmel. Das Buch gibt es im 1.FCN-Fan-Shop.

 

Die Texte und Bilder stammen (z.T.) mit freundlicher Genehmigung aus dem Buch "Der Club - 100 Jahre Fußball", erschienen im Verlag W. Tümmel. Das Buch gibt es im 1.FCN-Fan-Shop.


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